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Info- und Pressesammlung zum Bremer Pflegekindersystem

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Info- und Pressesammlung zum Bremer Pflegekindersystem Die tragischen Geschichte der nach Methadoneinnahme in einer Pflegefamilie in Hamburg verstorbenen Chantal im Januar 2012 und die im Weserkurier und
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Info- und Pressesammlung zum Bremer Pflegekindersystem Die tragischen Geschichte der nach Methadoneinnahme in einer Pflegefamilie in Hamburg verstorbenen Chantal im Januar 2012 und die im Weserkurier und in Hamburg erhobene Empfehlung nach Trennung der Akquise von Pflegestellen von der Kontrolle der Pflegestellen hat einige MitarbeiterInnen im Bremer Bündnis veranlaßt diese Info- und Pressesammlung zum Bremer (Tages-)Pflegekindersystem zu erstellen. Vor ca. 10 Jahren beschloss die große Koalition CDU/SPD das Outsourcing des Pflegekindersystems aus dem Amt in eine ggmbh (PIB); dieses Modell wurde gerade um 10 Jahre verlängert. Auf der PIB-WEB-Seite ist eine Evaluation zum Verlauf zum Download freigegeben, woraus ein kleines Zitat (als Appetithäppchen) entnommen sei: Möge der/die LeserIn sich ein eigenes Bild machen. Einige Hervorhebungen (in Fettschrift) wurden von uns bewußt vorgenommen.... Es fängt damit an, dass die Kinder und Jugendlichen oft aus schwierigen Milieus kommen und es einer sorgfältigen Überarbeitung der Auswahlkriterien bedarf. Auch die Pflegefamilien müssen sehr gut ausgesucht sein es darf weder an Geld für Personal gespart werden, noch darf der politische Entscheidungsarm zu lang sein. Häufig sind Sozialarbeiter dann überfordert, wenn sie neben der Auswahl gleichzeitig auch noch kontrollieren müssen.... 1 Pflegekinder sind in guter Hand Die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen Bremer Senatspressestelle, Sozialressort verlängert Kooperationsvertrag mit PiB (Pflegekinder in Bremen) um weitere zehn Jahre. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Stadt Bremen am Freitag, 16. Dezember 2011 ihren Kooperationsvertrag mit der PiB Pflegekinder in Bremen ggmbh verlängert. Der Folgevertrag tritt am 01. Januar 2012 in Kraft und besiegelt die Fortsetzung der guten und qualitativ hochwertigen Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der gemeinnützigen Gesellschaft PiB Pflegekinder in Bremen , sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. Die Gesellschaft vermittelt Tagesmütter und Tagesväter sowie Pflegefamilien für Kinder, die vorübergehend oder dauerhaft nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben können. Daneben werden auch Patenschaften für Bremer Kinder und deren Familien angebahnt. PiB vermittelt nicht nur, sondern qualifiziert auch. Bei der Vertragsunterzeichnung: PiB-Geschäftsführerin Monika Krumbholz (li.), Dr. Peter Marquard (Leiter des Amtes für soziale Dienste) und Dr. Heide Rose (Abteilungsleiterin bei der Sozialsenatorin, Junge Menschen und Familie) Mit der Vertragsunterzeichnung wächst auch der Kreis der Gesellschafter der PiB ggmbh. Neue Partner sind das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Bremen e.v., und der Caritasverband Bremen e.v. Bislang wurde PiB allein von der Diakonischen Jugendhilfe Bremen (jub) und dem Verein Bremer Säuglingsheime Hermann Hildebrand-Haus getragen. Damit tragen jetzt die vier großen Wohlfahrtsverbände in Bremen das System der Familienpflege , sagte PiB-Geschäftsführerin Monika Krumbholz. So sind unterschiedliche Konfessionen und Weltanschauungen vertreten. Das ist in Deutschland einzigartig. Bis 2001 waren der Pflegekinderdienst und die Kindertagespflege im Amt für Soziale Dienste angesiedelt. Der neue Kooperationsvertrag sieht vor, den Ausbau der Kindertagespflege (Tagesmütter und Tagesväter) in Umfang und Qualität voranzutreiben. Gleiches gilt für den Bereich Pflegefamilien und -kinder (Vollzeitpflege) und die präventive Stärkung von Kindern in Patenfamilien. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Folgevertrages zielt auf die Eltern in Übergangspflegestellen im Rahmen der Notaufnahme von Kindern. Sie sollen in höherem Maße systematisch qualifiziert und fachlich begleitet werden als bisher. Darüber hinaus soll ein präventiver Schwerpunkt in den nächsten Jahren der Ausbau der Tagesbetreuung für Schulkinder von 6 bis 13 Jahre sein. So sollen Familien gestärkt und Fremdunterbringung der Kinder vermieden werden. Wir haben für Kinder in Bremen viel erreicht , sagte Anja Stahmann. Die Zahl der Pflegefamilien, die sich für Kinder engagieren, konnte deutlich erhöht werden. Vor zehn 2 Jahren lebten 374 Pflegekinder in weniger als 300 Familien. Jetzt sind es 585 Kinder in 447 Familien. Die Familien bieten den Kindern einen neuen Lebensmittelpunkt und wichtige neue, positive Familienerfahrungen , sagte Anja Stahmann. Zudem werden Bremer Pflegefamilien kontinuierlich begleitet. Der Umfang und die fachliche Qualität der Vorbereitung und Qualifizierung von Pflegefamilien, wie sie in Bremen heute umgesetzt wird, sind hier im Bundesvergleich vorbildhaft geregelt , betonte PiB- Geschäftsführerin Monika Krumbholz. Zitiert aus: Bericht über die Entwicklung der Sozialleistungen 2011 Berichtszeitraum Januar bis September 2011 vorgelegt auf der Sozial-Deputationssitzung am , Seite 15 Parallel dazu wird die bestehende Angebotsstruktur mit Blick auf fachlich vertretbare Kostensenkungen weiterentwickelt. Dies betrifft zum einen das Notaufnahmesystem. Durch die zum erfolgte Übertragung der Akquise, Beratung und Begleitung von Übergangspflegestellen auf den Träger PiB Pflegekinder in Bremen (JHA-Beschluss vom ) soll die Zahl der Übergangspflegen erhöht und der Übergang von der Notaufnahme in die Vollzeitpflege unterstützt werden. Entlastend im Sinne von Notaufnahmen verhindernd wirkt sich weiterhin eine zwischenzeitlich ausgeweitete Kapazität in den Familienkrisendiensten aus; zusätzlicher Zugangsdruck ist durch die positiven Haaranalysen bei Kindern mit substituierten Eltern entstanden. Insgesamt wird weiterhin das Ziel verfolgt und controllt, die Belegtage in der Notaufnahme zu reduzieren und den Schwerpunkt der Inobhutnahmen auf die Aufnahme in Übergangspflegestellen zu konzentrieren. Zum anderen zielt eine Reihe von Maßnahmen auf die verstärkte Nutzung der Vollzeitpflege; das Angebot wurde zielgruppenspezifisch ausdifferenziert durch weiteren Ausbau der Verwandtenpflege, Vollzeitpflege im sozialen Netz, Maßnahmen zur Stabilisierung und strukturellen Entlastung von Pflegeverhältnissen/ Vermeidung von Abbrüchen, Ausbau der Familienpflege für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge sowie verstärkte Teilhabe der Bürger/-innen mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus sollen durch den Einsatz der Methode Homefinding/ Netzwerkerkundung weitere Zielgruppen für die Familienpflege gewonnen werden. Eine systematischere durch Ressort und Amt unterstützte kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll die Gewinnung weiterer Pflegestellen fördern (JHA-Beschluss vom ). Eltern informieren sich über Betreuungsangebote Pflegekinder in Bremen WK Von Karina Skwirblies Bremen. Was früher die Nachbarin war, die ein paar Stunden auf das Kind aufpasste, hat sich in jüngster Zeit zur professionellen Kindertagespflege entwickelt. Rund 1000 Kinder werden in Bremen von etwa 350 Tagesmüttern und 13 Tagesvätern betreut - meist sind es die ganz Kleinen unter drei Jahren. Mit einem Infotag informierte die Pflegekinder in Bremen ggmbh gestern interessierte Eltern über ihre Angebote. Bremen. Den ganzen Tag über strömten gestern junge Eltern mit ihren Babys und werdende Mütter ins Konsul-Hackfeld-Haus, wo die Beraterinnen über die Betreuungsangebote der Pflegekinder in Bremen ggmbh (PiB) informierten. Mit dabei waren Annick Delolme und Louis Quesnel. Sie suchten für ihre vier Monate alte Solène eine Betreuung ab September. 3 Dann arbeiten wir beide wieder und brauchen eine Lösung , erzählte Louis Quesnel. Bis dahin teilen sich die Eltern die Elternzeit. Bis April bleibt Annick Delolme zu Hause und kümmert sich um das Baby. Dann möchte sie wieder in ihrem Beruf als Grundschullehrerin arbeiten. Der Vater kümmert sich weitere sechs Monate um das Kind. Als Ingenieur ist es ihm möglich, eine Auszeit zu nehmen - keine Selbstverständlichkeit im Berufsleben, wie er betont. Wir brauchen an vier Tagen eine Betreuung bis 17 Uhr , sagt Quesnel. Ob das klappt, wissen die beiden noch nicht. Doch sie sind guter Hoffnung. Beraterin Julia Ehlers hat ihnen vier Kontakte für die Tagespflege vermittelt. Wir haben jetzt eine große Chance, einen Platz zu bekommen , meint Annick Delolme. Denn sie hätten ihre Suche rechtzeitig begonnen. Von Freunden wissen sie, dass diese Suche auch vergeblich sein kann. Das Schöne ist, dass Betreuungszeiten individuell gestaltbar sind , unterstreicht Julia Ehlers. Man kann nach dem Bedarf gehen: Was wollen die Eltern? In der Vahr und in Osterholz haben wir beispielsweise junge Mütter, die zur Schule gehen und lange Betreuungszeiten brauchen. Die Tagesmütter und -väter seien sehr gut qualifiziert, erzählt Julia Ehlers. Sie erhalten eine Qualifizierung von 170 Stunden wir überprüfen ihre Eignung und machen Hausbesuche. Bis zu 65 Jahre alt können Einsteiger sein, danach ist Schluss. Doch es gebe auch Tagesmütter, die älter seien, diese würden schon viele Jahre lang betreuen. Einige sind schon seit Jahrzehnten in der Tagespflege aktiv - und waren somit früher noch nicht bei PiB organisiert, denn die Einrichtung feiert an diesem Wochenende ihr zehnjähriges Bestehen. Iris Rose ist seit zehn Jahren Tagesmutter. Sie hat selbst vier Kinder und am Anfang zunächst das Kind ihrer Freundin mitbetreut. Ich habe gerne Kinder um mich herum , sagt die Diplom-Finanzwirtin, die noch lange nicht an eine Rückkehr in ihren alten Beruf denkt. Ich wachse immer mehr rein, und es wird mir immer wichtiger. Die Arbeit mit Kindern hat sehr viel Wert. Aktuell betreut Iris Rose bei sich zu Hause in Findorff ein 13 Monate altes Kind und ein knapp Zweijähriges. 1,80 Euro pro Stunde und Kind Die Bezahlung, die vom Staat für die Tagespflege gewährt wird, ist ihrer Meinung nach viel zu niedrig: Ich bekomme 1,80 Euro pro Kind pro Stunde und Sachkosten in Höhe von 225 Euro pro Monat. Knapp 650 Euro sind dies pro Monat für zwei Kinder, die sie 29 Stunden wöchentlich versorgt. Ich bin mehr wert mit meiner Arbeit und mache das nicht nebenbei , kritisiert Iris Rose. Würden die Eltern nicht noch einen großen Eigenanteil zahlen, wäre die Bezahlung auf keinen Fall angemessen. Nahezu rund um die Uhr ist der gelernte Kinderpfleger Marcus Weinrich im Einsatz, einer der wenigen Männer bei PiB. Er bietet eine mobile Betreuung an und kommt zu den Familien nach Hause. Im Dezember hatte er 86 Anfragen, erzählt Weinrich. Zurzeit ist er für drei Kinder da. Vormittags kümmert er sich um ein einjähriges Kind, nachmittags um einen fünfjährigen Jungen, am Wochenende arbeitet er in der dritten Familie. Wir sind sehr viel unterwegs , beschreibt Marcus Weinrich seinen Tagesablauf. Ganz Bremen ist ein Spielplatz, und wir sind mittendrin , erläutert er sein Motto. Seit gut einem Jahr bietet er die stark gefragte Tagespflege an. Eine gute Terminplanung und Sport zum Ausgleich seien dabei sehr wichtig. Denn er möchte diesen Beruf noch bis zur Rente ausüben. 4 Susanne Kuhnke ist bei PiB Leiterin der Abteilung Kindertagespflege. Unser Ziel ist es, das Ganze als Beruf zu gestalten und Existenzsicherung zu gewährleisten , sagt Kuhnke. Seit 2005 ist mit einer Gesetzesänderung eine Professionalisierung eingetreten. Es ist immer häufiger so, dass die Tagesmütter dies als ihren Beruf betrachten. Der Anteil von Migranten betrage rund 15 Prozent, bei den Eltern sei dies mit 8 Prozent geringer. Hier wollen wir gerne noch verstärkt einsteigen. Wir können davon nur profitieren. Es existierten ebenfalls Gruppen, die in eigens eingerichteten Räumen untergebracht seien. Aktuell hätten die Handwerkskammer und die Universität ihre Zusage gegeben, drei neue Gruppen in der Kindertagespflege einzurichten. Tagesmütter werden immer mehr gebraucht WK Bremen-Nord Von Christian Palm Bremen-Nord. Immer mehr Eltern brauchen flexible Lösungen für die Betreuung ihrer Kleinkinder. Die Kindertagespflege wird deshalb immer beliebter. In Bremen-Nord gibt es rund 45 Tagesmütter. Die Ansprüche an ihre Arbeit sind gestiegen. Wer wissen möchte, wie leise vier Kleinkinder sein können, obwohl sie gemeinsam spielen, sollte mal bei Manuela Rzeppa vorbeischauen. Erstaunlich ruhig geht es bei der Tagesmutter von vier Kindern zu. Bei mir gibt es eben klare Regeln , sagt sie. Was aber nicht heiße, dass die Kinder sich immer daran hielten, ergänzt sie. Diesmal aber beschäftigen sich die Kleinen ruhig und gelassen mit ihrer Spielzeug-Küche in dem Häuschen in Burg-Grambke. Rzeppa ist eine von rund 45 Tagesmüttern in Bremen-Nord. Kleinkinderbetreuung ist ein Wachstumsmarkt und zwar ein staatlich garantierter. Diesen Sommer soll in Bremen die Quote der betreuten Kinder bis drei Jahren auf 35 Prozent gestiegen sein. Dazu sind zusätzliche Krippenplätze ebenso nötig wie neue Plätze bei Tagesmüttern und -vätern. Hier kommt das gemeinnützige Unternehmen Pflegekinder in Bremen (PiB) ins Spiel. Im Auftrag des Amtes für Soziale Dienste sucht es nach geeigneten Tageseltern, bildet sie aus und kontrolliert ihre Arbeit. In Bremen-Nord betreut Elke Fischer die Tagesmütter. Ihr Ziel und das ihrer Kollegen ist es, die Tagespflege professioneller zu machen. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan. Bremenweit sind 330 Tageseltern im Einsatz. Das sind weniger als früher, dafür betreuen sie aber mehr Kinder, nämlich rund Mittlerweile hat die externe Kindertagespflege an Bedeutung gewonnen. Hierfür mieten die Tagesmütter Räume außerhalb ihrer eigenen vier Wände, um die Kinder tagsüber unterzubringen. Unter externer Betreuung versteht Manuela Rzeppa eher die Spaziergänge mit ihren Pflegekindern. Außerdem hat sie im Garten einen kleinen Spielplatz eingerichtet. Mir ist es wichtig, dass die Kinder die Natur kennenlernen , sagt die 38-Jährige. Was für sie als Nebenbeschäftigung begann, ist mittlerweile zu einem kleinen Unternehmen geworden. Seit 2009 müssen sich Tageseltern als Selbstständige anmelden. Damit war eine Erhöhung der Einnahmen verbunden. Dafür müssen sie Steuern zahlen und in eine Kranken- und Rentenversicherung eingetreten sein. Mit Zahlen kennt sich Manuela Rzeppa aus. Bevor sie Tagesmutter wurde, hat sie als Finanzkauffrau gearbeitet. In einer Auszeit wegen eines ihrer leiblichen Kinder fing sie an, Pflegekinder aufzunehmen - aufgehört hat sie damit nicht mehr. 5 Reich werden die Tagesmütter von ihrer Arbeit nicht. Etwa drei Euro bekommen sie je Stunde und Kind. Hochgerechnet auf 40 Stunden mit bis zu fünf Kindern wäre ein gutes Auskommen gesichert. Im Schnitt betreue eine Tagesmutter im Bremer Norden derzeit aber nur 3,5 Kinder, sagt Fischer von PiB. Zudem suchen die wenigsten Eltern tatsächlich 40 Stunden Betreuung in der Woche. Vielmehr wollen sie die Zeiten flexibel vereinbaren. Das ist der Vorteil der Kindertagespflege. Sorgen macht Fischer eine Neuerung zum Jahreswechsel: Seit dem 1. Januar wird Hartz- IV-Empfängern der komplette Verdienst aus der Tagespflege angerechnet. Deshalb überlegen einige, ob sie das noch weiter machen wollen , sagt sie. Viele Frauen und Männer arbeiten als Tageseltern, weil der Lohn ein willkommener Nebenverdienst ist. Das Geld wird vom Jugendamt an die Tageseltern ausgezahlt. Das kann zuweilen länger dauern. In Bremen-Nord seien die Bearbeitungszeiten vergleichsweise kurz. Trotzdem ist nicht immer klar, wann das Geld kommt, sei es, weil die Eltern nicht rechtzeitig gezahlt haben oder weil das Jugendamt länger braucht. Betreuung mit Konzept Manuela Rzeppa kann sich keine Verspätungen leisten. Die Eltern verlassen sich auf sie. Um kurz nach sieben beginnt ihr Arbeitstag. Nach und nach bringen die Eltern ihre Kinder vorbei. Es folgen Stunden im Spielzimmer und an der frischen Luft, Mittagessen und Mittagsschlaf. Die Kinder wollen beschäftigt werden. Das Ergebnis einer der vergangenen Fortbildungen steht in Rzeppas Wohnzimmer. Sie hat einen Pappkarton mit aufgeblasenen Luftballons gefüllt. Damit sollen die Kinder lernen, sich im wahrsten Sinne des Wortes fallen zu lassen und Vertrauen zu entwickeln. Manuela Rzeppa arbeitet mit einem Konzept und will ständig dazulernen. PiB bietet mit dem Paritätischen Bildungswerk jede Menge Aus- und Fortbildungen für Pflegeeltern an. Dazu sollen sie sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen. Zweimal im Jahr bekommen sie Besuch vom PiB. Bei Manuela Rzeppa dürfte nichts auszusetzen sein. Und wie lange will sie das noch machen? So lange es geht , sagt sie. Dann macht sie ihre Schützlinge fertig für einen Spaziergang an der frischen Luft. Pflegekinder in Bremen sucht weiterhin neue Tagesmütter und -väter. Der nächste Informationstag für Interessenten ist am Sonnabend, 28. Januar, im Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34 in der Bremer Innenstadt, von 10 bis 15 Uhr. Weitere Informationen unter Telefon 0421/ PiB bietet Schutz vor familiären Krisen Die Gesellschaft Pflegekinder in Bremen hat seit Anfang des Jahres 135 Fälle in Notunterbringung vermittelt WK Von Albrecht-Joachim Bahr Bremen-Nord. Wenn es in der Familie kracht, wenn Vater und Mutter in der Krise stecken, sind es in der Regel die Kinder, die besonders darunter leiden. Egal ob Trunksucht, Drogen, psychische Erkrankung oder schlicht auch mangelndes Auskommen Grund und/oder Auslöser der Krise sind, nicht selten brauchen Kinder dann Abstand, brauchen sie, auch wenn nur vorübergehend, einen sicheren Ort. Und den finden sie dann in 6 Übergangspflegestellen, finden sie bei Familien, Lebensgemeinschaften oder Einzelpersonen, die ein Kind oder einen Jugendlichen für befristete Zeit aufnehmen. In Bremen ist es seit Juli vergangenen Jahres ausschließlich die PiB - Pflegekinder in Bremen ggmbh -, die als Ergänzung zur stationären Unterbringung für eine solche Pflege auf Zeit Sorge trägt. PiB ist aber auch Adresse für Kindertagespflege, Kurz- und Vollzeitpflege sowie Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern. Die Übergangspflege , erklärt Sozialpädagogin Janine Habbe, bei PiB für die Akquise von Pflegestellen sowie für Eignungsüberprüfung zuständig, ist Teil des Bremer Inobhutnahme-Systems . Ziel dieses Systems sei ein verlässlicher, familienorientierter Rahmen für eine zeitlich, nach Möglichkeit auf maximal drei Monate begrenzte Notunterbringung zum Schutz des Kindes. Es beinhaltet zudem die Betreuung in Übergangs- und Klärungsphasen. Habbe: Kinder kommen in der Krise und gehen mit neuer Perspektive. Wobei das Alter der Schutzbefohlenen von Geburt an bis zum 17. Lebensjahr reicht. Kinder aus allen Stadtteilen Grund für die Krise in einer Familie können sein: Sucht- und psychische Erkrankungen oder wirtschaftliche Not. Nicht selten, meint Janine Habbe, bereitet auch eine frühe Elternschaft Probleme. Nicht zu vergessen: mögliche interkulturelle Konflikte. - Kann sie einen Schwerpunkt ausmachen? - Im vergangenen halben Jahr haben wir zunehmend Kinder aus Familien betreut, deren Eltern Suchtprobleme haben. Auf eine mögliche geografische Verdichtung mochte die PiB-Mitarbeiterin nicht eingehen. Natürlich gebe es da die bekannten Brennpunkte, aber: Wir haben Kinder aus allen Stadtteilen, auch aus Schwachhausen. In diesem Zusammenhang weist Janine Habbe darauf hin, dass PiB auch Pflegestellen, beziehungsweise -familien im näheren niedersächsischen Umland in Anspruch nimmt. Wir versuchen, die Kinder soweit wie möglich im heimatlichen Umfeld unterzubringen. Und nach Möglichkeit sollten sie auch im gewohnten Kindergarten oder der gewohnten Schule bleiben. Wo also auch immer und warum: Familiäre Krisen sind oder können Auslöser sein für Konflikte, Verwahrlosung, Überforderung, massive Erziehungsprobleme, Beziehungsunfähigkeit und Isolation. Und dazwischen steht nun so ein Würmchen und ist verunsichert (aber auch Jugendliche sind einem solchen Chaos nicht immer gewachsen). Es hat Gewalt erlebt, ist vernachlässigt worden, weiß nicht, wohin die Reise geht. Mögliche Folgen: Bindungsgestörtheit, Verhaltensauffälligkeit, Entwicklungsverzögerung. Kommt in manchen Fällen auch die Trauer über die Trennung der Eltern hinzu. Und schließlich, wenn das Amt für Soziale Dienste hat auf den Plan treten müssen und PiB mit einer Übergangspflege betraut worden ist, schließlich ist dan
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